27. April
LR Ahlen - Eintracht 1:2 (0:2)27.04.2003
30. Spieltag 2. Bundesliga - 2002/03
Am 27.4.2003 musste Eintracht zum Auswärtsspiel beim LR Ahlen antreten.
Jedem der das blau-gelbe Gen in sich trug, war vor diesem 30. Spieltag der Saison 2002/2003 klar: Nur ein Sieg hält die Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga am Leben!
Eintracht hatte von der Aufstiegseuphorie des vergangenen Sommers nichts mitnehmen können und war bereits früh in Abstiegsnot geraten. Auch viele größere Verletzungen (Kreuzbandriss Teixeira, Jochbeinbruch Schanda, Meniskus- und Knorpelschaden-OP Weetendorf, 2 Kreuzbandrisse Osthoff) und kleinere "Blessuren“ spielten dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Nach der Hinrunde lagen die "Löwen" bereits scheinbar abgeschlagen mit 10 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, berappelten sich aber dann und holten in den ersten 12 Spielen der Rückrunde immerhin 14 Punkte. Die Heimschwäche (6 Punkte in den ersten 6 Rückrunden-Begegnungen), die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zog, verhinderte eine noch bessere Ausbeute. Nach dem 0:0 am 29. Spieltag im Heimspiel gegen den späteren Aufsteiger Eintracht Frankfurt lagen die "Löwen" weiterhin auf Platz 17 der Tabelle. Der Rückstand zu Tabellenplatz 14 betrug 6 Punkte. Genau diesen ersten Nicht-Abstiegsplatz nahm der LR Ahlen ein. Ein Sieg dort würde die Blau-Gelben also bis auf 3 Punkte heranbringen.
2.000 "Löwen"-Fans reisten an diesem Sonntag mit PKWs, Bussen und Bahnen nach Ahlen, um für die entsprechende Unterstützung der Mannschaft zu sorgen. Sie stellten damit fast die Hälfte der im Stadion anwesenden 5.500 Zuschauer. Im Stadionmagazin "LR-Express" zu diesem Spiel wurde bereits vorher orakelt: "Die Fans von Eintracht Braunschweig werden versuchen, dieses Spiel zu einem Heimspiel der Eintracht werden zu lassen." -- Sie versuchten es nicht nur, sie taten es!
Die Mannschaft machte es den Fans in diesem Spiel aber auch leicht. Der Winterzugang des BTSV Karsten Hutwelker spielte wie aufgedreht und traf in der 18. und 42. Minute zum Halbzeitstand von 2:0 für die Eintracht. Den Gastgebern gelang in der 2. Halbzeit lediglich noch der Anschlusstreffer (66.). Dass nicht mehr passierte, hatten die Blau-Gelben ihrem Torhüter "Alex" Kunze zu verdanken, der eine ganze Serie von Glanzparaden zeigte.
Eintracht hatte dieses wichtige Spiel mit 2:1 gewonnen und den Abstand "zum rettenden Ufer" auf 3 Punkte verkürzt. Die Fans konnten voller neuer Hoffnung die Heimreise antreten.
Auch in den nächsten drei Begegnungen blieben die "Löwen" unbesiegt (1:1 gegen VfB Lübeck; 1:0 bei Eintracht Trier; 1:0 bei Union Berlin). Am letzten Spieltag kam es damit zum "Show-Down" im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05. Beide Mannschaften mussten gewinnen -- Eintracht um nicht abzusteigen, Mainz um aufzusteigen!
Mainz gewann! Eintracht musste nach einem Jahr Zweitklassigkeit wieder absteigen, Mainz schaffte den Aufstieg (wegen des schlechteren Torverhältnisses) dennoch nicht.

Eintracht – Erzgebirge Aue 4:2 (1:2)27.04.2015
30. Spieltag 2. Bundesliga – 2014/2015
Am 27.4.2015 empfing der BTSV im Punktspiel der 2.Bundesliga die Mannschaft von Erzgebirge Aue.
‚Die Saison ordentlich zu Ende spielen.‘ – Unter diesem Motto könnten die restlichen Spiele der Saison 2014/15 für den Bundesliga-Absteiger aus dem Vorsommer Eintracht Braunschweig gestanden haben. Nach einer Spielzeit mit wesentlich mehr Höhen als Tiefen lagen die „Löwen“ nach 29 Spieltagen (mit 44 Punkten) auf Platz 6 der Tabelle. Eine Verwicklung in den Abstiegskampf war ausgeschlossen, und „nach oben“ schien nach der 1:2-Niederlage gegen das Schlusslicht VfR Aalen neun Tage zuvor auch nichts mehr „zu gehen“. Zwar betrug der Abstand zum Relegationsplatz (3.), den der Aufsteiger Darmstadt 98 derzeit inne hatte, nur 6 Punkte, allerdings war die Wahrscheinlichkeit, dass so viele der TOP 5 in den letzten fünf Partien mehrfach patzen würden, sehr gering.
Für die Kicker aus dem Erzgebirge sah das ganz anders aus. Auf dem vorletzten Platz (17) liegend, steckten sie tief im Abstiegskampf. Da Aue schon (nach 19 Spieltagen) zur Winterpause mit nur 14 Punkten als Letzter unter enormen Druck stand, hatten die Verantwortlichen personell erheblich nachgebessert und gleich 9 neue Spieler verpflichtet, u.a. Wood (von 1860 München), Fandrich (RB Leipzig) und Mugosa (1.FC Kaiserslautern). Sechs Akteure hatten dafür den Club verlassen. Den Trainer hatten die Erzgebirgkler schon vorher ausgetauscht. Auf Falko Götz folgte in der ersten Septemberhälfte Tomislav Stipic. Aber auch ihm schien trotz der zahlreichen Neuverpflichtungen der Turnaround nicht zu gelingen. So war es denn kein Wunder, dass auf die Frage des Sportmagazins „Kicker“ (vom 2.April) 64,5% die Erzgebirgler als direkten Absteiger tippten. Immerhin hatte Aue zwei der letzten drei Begegnungen (bei 1860 München am 27.SpT und gegen FSV Frankfurt am 29.SpT) jeweils mit 1:0 gewonnen und reiste daher mit frischem Selbstbewusstsein in Braunschweig an.
Da sich der Fernsehsender „Sport 1“ die Begegnung Eintracht gegen Aue zum Live-Spiel am Montagabend (im frei empfangbaren TV) auserkoren hatte, konnten alle dem BTSV Verbundenen zunächst ihre volle Aufmerksamkeit den anderen acht Spielen der 2.Bundesliga schenken. Da gab es am Freitag schon zwei Partien von Interesse: Der Tabellenzweite 1.FC Kaiserslautern hatte sich beim VfL Bochum mit 2:0 durchgesetzt und schien mit nun 54 Punkten endgültig unerreichbar für die „Löwen“. Aber der Dritte Darmstadt hatte beim (mit Eintracht punktgleichen) Fünften RB Leipzig mit 1:2 verloren. Ging da vielleicht doch noch ´was? Trainer Lieberknechts Bauch sagte zumindest „Ja“, wie in der „Braunschweiger Zeitung“ am Samstag zu lesen war: „Ich habe so ein Gefühl, dass wir bis Ende der Saison noch eine Chance bekommen, Platz 3 zu erreichen.“ Ob er dieses Gefühl noch hatte, als er erfuhr, dass der Vierte KSC sein Heimspiel gegen Greuther Fürth mit 2:1 gewonnen hatte und nun mit 52 Punkten von Rang 3 grüßte, weiß man nicht. Der ehrgeizige Torhüter der Blau-Gelben Rafael Gikiewicz, der unbedingt in der Bundesliga spielen wollte, stellte am Wochenende jedenfalls zutreffend fest: „Das wird unsere letzte Chance.“
20.200 Zuschauer wollten wissen, ob der BTSV sie nutzt.
Lieberknecht musste auf Khelifi verzichten, der sich wenige Tage zuvor einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Dafür konnte er wieder auf Winterzugang Berggreen zurückgreifen, der zuvor drei Wochen gefehlt hatte, ließ ihn zunächst auf der Bank. Dafür bot er von Anfang an Gerrit Holtmann auf und verhalf ihm somit zu seinem Profi-Debüt. Im Aufgebot standen mit Düker und Sauer auch zwei Youngster, die 2 ½ Wochen zuvor erst ihre ersten Profiverträge erhalten hatten. Eintrachts Startelf sah so aus: Gikiewicz – Sauer, Decarli, Reichel, Hedenstad – Correia, Omladic, Boland – Zuck, Hochscheidt, Holtmann.
In der Anfangsformation von Erzgebirge Aue stand mit Schönfeld ein Spieler, der in nicht allzu weiter Ferne selbst das blaugelbe Trikot der „Löwen“ überziehen sollte (1.7.2015). Den Sturm bildeten die beiden Winterzugänge Mugosa und Wood.
Nach dem Anpfiff um 20.15 Uhr durch Schiedsrichter Robert Kempter, einem gelernten Werzeugmacher aus Stockach, dauerte es nicht einmal zwei Minuten, bis etwas (Er-) Zählbares passierte. Eintracht, das zuerst Richtung Nordkurve spielte, startete über Zuck einen Angriff. Der spielte links raus auf Holtmann, der wiederum flach Hochscheidt bediente. Flachschuss ins linke Eck – Toooor! 1:0 !!! Was für ein Debüt von Holtmann! ‚So konnte es weitergehen!‘
Ging es aber nicht! Aue wirkte keineswegs geschockt, sondern versuchte seinerseits Druck zu machen, indem es den ballführenden Spieler der Blau-Gelben früh attackierte. Bereits kurze Zeit später wurde dieses Verhalten belohnt. Der später noch bei diversen anderen Vereinen in den beiden Bundesligen tätige Bobby Wood (1860 München, Union Berlin, HSV, Hannover 96) schnappte sich ca. an der Mittellinie das Leder und setzte zu einem unwiderstehlichen, sehenswerten Alleingang an. Rechtsschuss flach von der Strafraumgrenze – Tor – 1:1 (11.).
Die Gäste gaben sich mit dem Ausgleich nicht zufrieden, sondern griffen weiter mutig an und stellten mittlerweile das bessere Team. Natürlich boten sie mit ihrem Spiel dem BTSV auch Räume an. Diese versuchte insbesondere der schnelle Holtmann zu nutzen. Er war es dann auch, der – mit seiner bereits dritten gelungenen Aktion -- die nächste Halbchance für die „Löwen“ einleitete (17.). Danach musste Aue erst einmal auswechseln. Für den angeschlagenen Alibaz kam Fandrich (20.). Die Dominanz der Erzgebirgler aber blieb, auch wenn Eintracht in Minute 23 erst durch Zuck und dann (nach einem schlechten Abschlag von Männel) durch Hochscheidt zu einer Doppelchance kam. Dann aber war Erzgebirge Aue dran, fast im Minutentakt: Schuss Benatelli nach Querschläger, knapp rechts vorbei (26.); nächster Schuss der Gäste (27.); Kopfball Aue nach (unberechtigtem) Freistoß, „Giki“ hält (28.). Als Omladic den Ball in Minute 31 schon jenseits der Auslinie gesehen hatte, spielte Gäste-Spieler Müller jedoch unbeeindruckt weiter, flankte und Vucur köpfte den Ball in die lange Ecke – 1:2!
Aue hatte sein Ziel erreicht, war in Führung gegangen. Da der FC St.Pauli (beim 1.FC Heidenheim 1:2) verloren und der TSV 1860 München (bei Fortuna Düsseldorf 1:1) Unentschieden gespielt hatte, würde dieses Ergebnis Platz 15, punktgleich mit Platz 14, bedeuten. Insofern war es logisch, dass die Gäste in der Folge etwas tiefer, defensiver standen. Nicht logisch war dagegen, zumindest aus Sicht der Eintracht-Fans, dass weiterhin Aue die erwähnenswerten Offensivaktionen hatte. Die Erzgebirgler schossen bis zur Pause noch 4x gefährlich in Richtung Eintracht-Gehäuse (33., 35., 41. und 42.). Und wenn nicht Gikiewicz so hervorragend die 1 zu 1-Situation gegen einen Gäste-Stürmer gemeistert hätte, wäre in Minute 41 das 1:3 fällig gewesen. Und Eintracht? Außer einem zugegebenermaßen guten Angriff, den Gäste-Akteur Müller nur durch ein Foul, das eine Gelbe Karte zur Folge hatte, stoppen konnte, kam nichts. Aue führte verdient 1:2! Nur 1:2! Im Eckenverhältnis stand es 1:3. Missmutig tröstete sich der Anhang der Blau-Gelben mit einem Kaltgetränk an der nächsten „Bierbude“.
In Halbzeit 2 lief Pfitzner für Hedenstad auf. Schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass sich die „Löwen“ etwas vorgenommen hatten. Sie wirkten präsenter, vor allem wenn sie ihre Angriffe über den agilen Holtmann vortrugen. Dennoch war es wieder Erzgebirge Aue, das zuerst gefährliche Offensivaktionen kreierte. Nachdem die Gäste schon in der 52.Spielminute zu einer doppelten Schusschance gekommen waren, hatte Eintracht zwei Minuten später Glück, dass Schiri Kempter nach einer Berührung von Gikiewicz am Gäste-Stürmer Wood im Strafraum nicht auf Elfmeter entschieden hatte. ‚Glück gehabt, Löwen, macht was draus!‘
Lieberknecht wechselte zunächst ein zweites Mal und brachte Berggreen für Omladic (56.). Noch in derselben Minute schoss Linksverteidiger Ken Reichel gefährlich auf das Gäste-Tor. Aues Keeper Männel klärte zur Ecke, was er beim folgenden Schuss von Hochscheidt gleich wiederholte. ‚Na bitte, an Ecken haben wir schon mal ausgeglichen. Und nun noch den Spielstand …‘, registrierte sicherlich der eine oder andere in der Südkurve.
Erst einmal musste aber der infolge eines Krampfes nicht mehr spielfähige Holtmann ausgetauscht werden. Für ihn kam Düker (61.). Eintrachts Wechselkontingent war damit früh erschöpft.
Auch in der Folgezeit konnten sich die Zuschauer über mangelnde Aktivitäten auf dem Rasen nicht beklagen. Fast minütlich passierte etwas Aufregendes – und das auf beiden Seiten. Hatten die „Löwen“-Fans nach einem Kopfball von Düker, den Männel entschärfte, das Gefühl, ihr BTSV würde die Partie langsam in den Griff kriegen, so hielten sie noch in derselben Minute den Atem an, als „Giki“ mit einer Glanzparade Mugosas Schuss zur Ecke klärte (64.). Danach jedoch wurden die Blau-Gelben auf dem Rasen tatsächlich überlegen. Mit den Ecken 4 bis 7 setzten sie sich förmlich am Strafraum der Gäste fest. Nachdem das im Stadion an der Hamburger Straße (in der 68.Minute) regelmäßig gesungene „Meister-Lied“
(Deutscher Meister, Deutscher Meister,
in den Farben Gelb und Blau,
Neunzehnhundertsiebenundsechzig,
das war unser BTSV)
knapp verklungen war, belohnten sie sich schließlich für die Leistungssteigerung. Kombination Düker – Hochscheidt – Düker – Zuck, Flachschuss – Tor (69.). Toooooor! 2:2! Aue protestierte vehement gegen die Wertung dieses Treffers, da Berggreen im Abseits gestanden habe und durch Hochspringen aktiv geworden war – vergeblich! Der Treffer zählte. Der Fussballgott trug an diesem Tag wohl Blau-Gelb!!
Oder doch nicht? Wie passte denn das zusammen? Knapp dass die „Löwen“ den Ausgleich erzielt hatten, mussten sie mit einem Mann weniger auskommen?! Sauer, der in der 1.Halbzeit einen (weiteren) Alleingang von Wood nur auf Kosten einer Gelben Karte stoppen konnte (40.), sah erneut Gelb, als er an der eigenen Strafraumgrenze einen Auer Spieler regelwidrig am Schuss hinderte. 2x Gelb macht 1x Rot – so einfach war das! (70.)
Der BTSV zeigte sich von der Unterzahl jedoch kaum beeindruckt und spielte weiter mutig. Unterstützt von ihrem Anhang, der seit dem Ausgleich den Dauergesang „Eintracht ist mein Verein“ intonierte, machten die Blau-Gelben Druck. Aber auch Aue blieb gefährlich. So zischte ein Schuss der Lila-Weißen in Minute 75 knapp am Eintracht-Gehäuse vorbei. Zwei Minuten später tobte dann der „Tempel“ (77.)! Reichel hatte auf Düker gespielt, der frei vor Männel anspielbereit war und sofort abzog. Der Schuss ging genau auf den Torwart, prallte von diesem direkt vor die Füße von Hochscheidt. Der wiederum flankte auf Berggreen, dessen Kopfball rechts hoch im Netz einschlug – 3:2! Und das in Unterzahl!
„Gegen Braunschweig kann man ´mal verlier´n“ und -- wenig freundlich – „Nie mehr nach Aue“ erschallte es nun in der Südkurve. Aber noch war es nicht so weit! Die „Veilchen“ gaben sich längst nicht geschlagen. Nachdem sich Düker „Gelb“ abgeholt hatte (78.), wechselte Aue zwei frische Spieler ein und drängte auf den Ausgleich. Schröder kam für Bernatelli (80.) und Hertner für Müller (82.). Zwischen den beiden Wechseln wäre den Lila-Weißen fast schon ein Treffer gelungen, aber Reichel blockte die Riesenchance im letzten Moment (81.). Und so ging es erst einmal weiter! 85.min: fast eine 3:2-Situation für Aue vor dem Eintracht-Tor; 87.min: fast Chance Wood, vereitelt auf Kosten einer Ecke; auch 87.min: Fernschuss Aue, gehalten.
In Minute 88 konnte sich Eintracht einmal befreien. Berggreen wurde im Aue-Strafraum gefoult und der Schiri pfiff … Elfmeter! Durfte das wahr sein? Der BTSV hätte gefühlt schon mindestens 10 Elfer in der Saison bekommen müssen, aber keiner war gegeben worden. Und nun tatsächlich am 30.Spieltag der erste!
Pfitzner lief an und … links unten zappelte das Leder im Netz! 4:2! Jubel!
Die letzten fünf Minuten (einschl. einer 3minütigen Nachspielzeit) waren geprägt von den Gelben Karten für Funk und Pfitzner, dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Kortzorg und zwei weiteren Chancen für die Kicker aus dem Erzgebirge, die nichts einbrachten. Nach der 9.Ecke für die Blau-Gelben (Eckenverhältnis: 9:5) war Schluss.
Der BTSV hatte nach einem Pausenrückstand von 1:2 noch 4:2 gewonnen.
Während sich die blaugelben Spieler feiern ließen, verließen die Spieler der „Veilchen“ niedergeschlagen den Platz. Sie hatten eine wichtige Partie verloren.
In der anschließenden Pressekonferenz stellte ihr Trainer „Tommy“ Stepic vollkommen zu Recht fest, dass seine Mannschaft mutig wie richtige Löwen aufgetreten und verdient mit einer Führung in die Pause gegangen sei. Auch die ersten 10 Minuten in Halbzeit 2 wären in Ordnung gewesen, aber nach 65 Minuten hätten es seine Spieler nicht mehr geschafft, die Räume zu schließen. Der Zugriff in der Abwehr und die Ordnung hätten dann gefehlt. Trainer Lieberknecht bestätigte seinen Kollegen, was den verdienten Pausenrückstand seiner Elf betraf. Danach hätten seine Spieler die besprochenen Änderungen sehr gut umgesetzt und die Räume besser besetzt. Er schloss seine kurze Analyse, indem er Aue für die letzten Spiele „Alles Gute“ wünschte.
Die guten Wünsche des „Löwen“-Trainers sollten nichts nutzen. Trotz 8 Punkten aus den letzten vier Partien (!) musste Erzgebirge Aue als Tabellen-17. den bitteren Gang in die 3.Liga antreten. Ein Sieg im letzten Spiel beim 1.FC Heidenheim (Endstand: 2:2) hätte dagegen gereicht, um als 14. locker die Klasse zu halten. So aber fehlten 6 Tore zur Relegation.
Eintracht dagegen hatte seine letzte Chance auf ein mögliches Erreichen des Relegationsplatzes gewahrt.
Und das sollte auch nach dem 31.Spieltag so bleiben. Der BTSV hatte erneut ein Heimspiel und gewann gegen den FSV Frankfurt mit 2:0. Da von den Aufstiegskandidaten außer den Blau-Gelben nur Darmstadt 98 (gegen den Zweiten aus Kaiserslautern mit 3:2) gewonnen hatte, sah das Tabellenbild noch freundlicher für die Kicker von der Oker aus:
2.) 1.FC Kaiserslautern 54P.; 3.) Darmstadt 98 53; 4.) KSC 52P.; 5.) Eintracht 50P.
Das Kribbeln in den Mägen der Fans ging also weiter.
Und es beschränkte sich nicht auf die 2.Liga. In der Bundesliga schwebten der „große“ HSV (als 14.) und 96 (als 17.) in akuter Abstiegsnot.
„Ob Schwarz-Weiß-Grün, ob Schwarz-Weiß-Blau, …“
[Stand: Juni 2019]