5. Mai
Eintracht - Itzehoer SV 11:2 (5:0)05.05.1974
38. Spieltag Regionalliga Nord - 1973/74
Im Punktspiel der Regionalliga Nord trat am 5.5.1974 der Itzehoer SV im Eintracht-Stadion an. Es war der 38. Spieltag der Saison 1973/1974.
Trotz einer "Mini-Krise" im Frühjahr ("nur" 7:5-Punkte vom 17.3. bis 21.4.1974) stand Eintracht nun schon seit drei Wochen als souveräner Meister fest. Die Ehrung für die Meisterschaft erfolgte vor der Begegnung.
Die Blau-Gelben wollten dieses letzte Saisonspiel nutzen, um sich mit einer ansprechenden Leistung das nötige Selbstbewusstsein für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga zu holen. Der Drittletzte der Tabelle (17.) schien dafür der richtige Aufbaugegner zu sein, zumal man bereits das Hinspiel in Itzehoe mit dem Rekordergebnis von 10:0 gewonnen hatte.
Lediglich 6.000 Fans wollte die Sonntagsbegegnung sehen. Die zuhause Gebliebenen verpassten einen historischen Sieg!
Die "Löwen" zeigten Spielfreude, beherrschten den Gegner nach Belieben und schossen Tore wie am Fließband. Am Ende lautete das Ergebnis 11: 2 !
So hoch hatte der BTSV kein Punktspiel seit Einführung der Bundesliga (1963) zu Hause gewonnen. Auch danach sollte es nie wieder einen Sieg in dieser Höhe in einem Punktspiel im Stadion an der Hamburger Straße geben.
Die Tore für die Blau-Gelben an diesem Tag erzielten Gersdorff (5), Bründl (3), Michaelsen, Konschal und Hellfritz. Bernd Gersdorff konnte damit – dank tatkräftiger Unterstützung seiner Mannschaftskameraden, die ihm die Bälle aufgelegt hatten, – den St. Paulianer Gerber noch in der Torjägerliste überholen und wurde mit 35 Treffern (gegenüber 33) Torschützenkönig. Vierter der Torjägerliste war Bründl mit 20 Toren.
Ein anderer Eintracht-Spieler feierte an diesem Tag seinen ersten Punktspieleinsatz für die "Löwen". In der 56. Minute wurde der 18jährige Torhüter Uwe Hain für Franke eingewechselt. Seine ersten beiden Aktionen bestanden zwar darin, Bälle aus dem eigenen Netz zu holen (57. Minute 7:1, 62. Minute 7:2), dennoch wird er die Begegnung in positiver Erinnerung behalten haben. Zum einen waren ihm die Gegentreffer nicht anzulasten, zum anderen hielt er später noch einen Elfmeter inklusive Nachschuss in glänzender Manier (80. Minute).
Vier Tage später begann für Eintracht die Aufstiegsrunde.
Der BTSV ging als Favorit an den Start ("Kicker"-Bericht vom 6.5.74: "Wen muss Braunschweig fürchten?"), stand aber nach zwei Spieltagen mit 0:4-Punkten auf dem fünften und damit letzten Tabellenplatz in seiner Aufstiegsgruppe. Dennoch gelang am Ende in einem dramatischen Finale der Aufstieg. Der "Betriebsunfall Abstieg" aus dem Sommer 1973 war damit umgehend repariert worden.

Eintracht - Eintracht Nordhorn 5:3 (3:0)05.05.2000
32. Spieltag Regionalliga Nord - 1999/2000
Zum vorletzten Heimspiel der Saison 1999/2000 empfing Eintracht am 5.5.2000 den Namensvetter aus Nordhorn.
Die Blau-Gelben hatten an diesem 32. Spieltag der Regionalliga Nord die Chance, das gesetzte Saisonziel, die Qualifikation für die neue Regionalliga, vorzeitig zu erreichen. Die Regionalliga sollte ab der Folgesaison nur noch aus zwei statt zuvor vier Staffeln bestehen. Nur die besten fünf Mannschaften aus dem Norden am Saisonende konnten sicher sein, Aufnahme in der neuen Regionalliga zu finden.
Nach einer Saison, die von einem totalen Umbruch im Mannschaftskader, großem Verletzungspech und einem Auf und Ab in den Leistungen geprägt war, standen die "Löwen" derzeit auf dem 4. Tabellenplatz. Ein möglicher Aufstieg in die Zweite Bundesliga war schon seit Wochen und einem aktuellen Rückstand von 12 Punkten auf den Spitzenreiter VfL Osnabrück abgehakt. Die Qualifikation für die neue Regionalliga dagegen war angesichts von 7 Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz 6 nahezu sicher. Die "Löwen" mussten in den verbleibenden drei Spielen lediglich noch einmal gewinnen. Am besten gleich an diesem sommerlich warmen Freitagabend gegen Eintracht Nordhorn!
Nur noch etwas mehr als 6.000 Zuschauer verloren sich im Stadion an der Hamburger Straße. Sie bekamen für ihr Geld acht Tore, einen verschossenen Elfmeter und zahlreiche weitere Torraumszenen zu sehen. Bis zur 60. Minute hatte Eintracht einen 4:0-Vorsprung herausgeschossen. Danach ließen es die "Löwen" zum Ärger von Trainer Fanz locker angehen und gestatteten den Nordhornern drei Tore. Sie selber trafen auch noch einmal. Am Ende hieß es 5:3. Die Tore für die Blau-Gelben hatten Weetendorf (3) und Sia Sia (2) erzielt. Die Möglichkeit, ein weiteres Mal zu treffen, ließ Weetendorf bei einem Elfmeter aus. Dennoch konnte er mit seiner persönlichen Bilanz zufrieden sein. Seit seiner Verpflichtung in der Winterpause hatte er in 12 Begegnungen acht Treffer erzielt.
Eintracht hatte mit diesem Sieg die Qualifikation für die neue Regionalliga geschafft. Das Saisonziel war damit erreicht.
Zwei Spieltage später, zum Saisonende, belegten die "Löwen" mit 69 Punkten hinter dem VfL Osnabrück (74 Punkte) und dem VfB Lübeck (70 Punkte) Tabellenplatz 3. Während man in Osnabrück den Aufstieg in die 2. Bundesliga bejubelte, durfte sich Eintracht gemeinsam mit den anderen qualifizierten Nord-Teams (VfB Lübeck; SV Wilhelmshaven; Werder Bremen Amateure; Lüneburger SK) auf Duelle mit Traditionsvereinen wie Union Berlin, Rot-Weiss Essen und Fortuna Köln in der Folgesaison freuen.