20. Mai
Eintracht - Borussia M´gladbach 2:1 (0:0)20.05.1967
32. Spieltag Bundesliga - 1966/67
Am 20.05.1967 trat Eintracht zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach an. Es war der drittletzte Spieltag der Bundesligasaison 1966/67 – ein geschichtsträchtiger Tag für die Eintracht!
Eintracht hatte drei Spiele in Folge nicht gewonnen und führte die Tabelle nur noch dank des besseren Torverhältnisses vor dem Namensvetter aus Frankfurt an. Ein Sieg musste also her, wenn der Traum von der Meisterschaft wahr werden sollte.
Schon früh im Spiel, das erstaunlicherweise nur 24.000 Zuschauer sehen wollten, wurde klar, dass die Gladbacher an diesem Tag ein unbequemer Gegner sein würden. Hinzu kam die schnelle Verletzung von Außenstürmer Maas. Da es in diesen Jahren noch nicht die Möglichkeit der Auswechslung gab, musste er durchspielen.
Als die Gladbacher nach knapp einer Stunde durch Heynckes, der im Laufe seiner Karriere insgesamt 220 Bundesligatore schoss und danach auch als Trainer sehr erfolgreich arbeitete, in Führung gingen, sah es finster für die 'Löwen' aus. Bis 10 Minuten vor Spielende deutete nichts daraufhin, dass Eintracht das Spiel noch drehen würde. Viele Eintracht-Anhänger verließen bereits das Stadion. Erst als einige mit Transistor-Radios ausgestattete Fans der Mannschaft von außen signalisierten, dass die beiden schärfsten Verfolger in der Tabelle in Rückstand geraten waren, rafften sich die Blau-Gelben noch einmal auf. Ulsass traf in der 84. Minute per Kopfzum Ausgleich und Maas gelang in der 89. Minute -- ausgerechnet mit seinem verletzten Fuß -- der nicht mehr für möglich gehaltene Siegtreffer.


Für einige hundert Fans gab es danach kein Halten mehr. Sie stürmten das Spielfeld, um die Spieler zu feiern. Erst nachdem sie zurückgedrängt waren, konnte der Schiedsrichter die verbliebene Spielzeit nachholen. Nach Spielende wurde der Platz dann gänzlich von den feiernden Fans überflutet.
Eintracht hatte mit diesem Sieg den vorentscheidenden Schritt zur Meisterschaft getan.
Die vielen Fans, die das Stadion 10 Minuten vor Abpfiff traurig verlassen hatten, erfuhren erst zu Hause von ihren Familien oder Freunden vom Eintracht-Sieg. Der Ärger, nicht im Stadion ausgeharrt zu haben, wird angesichts der prächtigen Ausgangssituation, die sich Eintracht im Kampf um die Meisterschaft verschafft hatte, schnell verflogen sein. Etwas Wehmut ist aber sicherlich geblieben ...