13. September
Eintracht - Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1)13.09.1975
7. Spieltag Bundesliga - 1975/76
Am 13.9.1975 kam es im Stadion an der Hamburger Straße zum Duell des Tabellenzweiten Eintracht mit dem Tabellenvierten Fortuna Düsseldorf.
Die "Löwen" waren in ihrer zweiten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg nach sechs Spieltagen noch ungeschlagen und lagen mit 9:3-Punkten nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter dem Meister der Vorsaison Borussia Mönchengladbach zurück.
Auch die Fortunen aus Düsseldorf hatten mit 8:4-Punkten einen zufriedenstellenden Start und hofften, sich mit einem Sieg in Braunschweig weiter in der Tabelle verbessern zu können.
24.000 Zuschauer sahen an diesem Samstag eine Gastmannschaft, die sich im Gegensatz zu den Teams, die sich zuvor in der Okerstadt vorgestellt hatten (1.FC Köln, Werder Bremen), nicht versteckte, sondern selbst jede Gelegenheit zum Angriff nutzte.
Bereits früh gelang der Fortuna der Führungstreffer (7. Minute). Wieder einmal hatte ihr gefährlicher Distanzschütze Zimmermann mit einem Gewaltschuss getroffen. Aber auch Eintracht hatte an diesem Tag einen Spieler in seinen Reihen, der aus der Entfernung treffen konnte. Dietmar Erler, der erst vor kurzer Zeit vom Sturm ins Mittelfeld versetzt worden war, erzielte in der 17. Minute per Distanzschuss den Ausgleich. Bis zur Pause war das Spiel offen und ausgeglichen, ohne dass weitere Tore fielen.
In der zweiten Halbzeit brachte Trainer Zebec mit Bründl (neben Frank und Gersdorff) einen dritten Angreifer. Es traf damit die richtige Entscheidung, denn die "Löwen" wurden nun von Minute zu Minute überlegener. Allerdings dauerte es noch bis zur 75. Minute, bis Frank der Führungstreffer gelang. Sechs Minuten später sorgte Bründl mit dem 3:1 für die Entscheidung.
Nach dem Schlusspfiff wurde bekannt, dass die Gladbacher beim Tabellenfünften Eintracht Frankfurt nur ein 1:1 erreicht hatten. Eintracht war damit Tabellenführer – vor Bayern München und Bor. M" Gladbach, den beiden die Bundesliga seit 1968 beherrschenden Vereinen. Für die Blau-Gelben war es die erste Tabellenführung seit der Meistersaison 1966/67. Entsprechend groß fiel der Jubel bei den Fans aus. Die Spieler nahmen die Tabellenführung selbstverständlicher zu Kenntnis. Als sie vom Gladbacher Punktverlust erfuhren, sagten sie lediglich "Na endlich!". Das Löwenrudel wusste ganz genau, was es leisten konnte. Man war fest entschlossen, in dieser Saison eine noch bessere Rolle zu spielen als in der Vorsaison, als man nach 15 erfolgreichen Spieltagen begann, Schwächen zu zeigen.
Im "Kicker" der darauffolgenden Woche fanden sich Hollmann und Erler in der "Elf des Tages" wieder. Erler wurde sogar "Mann des Tages".
Eintracht erreichte am Saisonende mit 39:29-Punkten einen guten 5. Tabellenplatz und lag damit nur 2 Punkte hinter dem Tabellenzweiten Bayern München. Meister wurde wieder Gladbach. Der 5. Platz reichte den "Löwen", um in der Folgesaison im UEFA-Cup antreten zu dürfen.

Eintracht - SC Paderborn 2:0 (1:0)13.09.2003
7. Spieltag Regionalliga Nord - 2003/04
Und wieder stellte sich in dieser Regionalligasaison 2003/2004 eine Mannschaft im Stadion an der Hamburger Straße vor, die sich genau wie Eintracht das Erreichen von einem der ersten beiden Tabellenplätze und damit den Aufstieg in die zweite Bundesliga zum Ziel gesetzt hatte. Während die "Löwen" 2 ½ Wochen zuvor den Aufstiegsträumen von Rot-Weiss Essen durch einen 1:0-Erfolg einen Dämpfer versetzt hatten, hieß der Gegner am 13.9.2003 nun SC Paderborn.
Eintracht hatte den Abstieg aus Liga 2 gut verkraftet und war seinem Ziel, dem sofortigen Wiederaufstieg, in den ersten 6 Saisonspielen schon ein Stück näher gekommen. Die Blau-Gelben waren ungeschlagen geblieben und hatten bereits 5 Siege eingefahren. Nur am 2. Spieltag hatten sie sich mit einem 1:1 beim Wuppertaler SV zufrieden geben müssen – ein Teilerfolg, der durch die Tatsache aufgewertet wurde, dass die Wuppertaler inzwischen Tabellendritter waren. Nebenbei hatten die "Löwen" in der ersten DFB-Pokalrunde auch noch den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern mit 4:1 aus dem Wettbewerb geschossen.
Der BTSV führte mit den erreichten 16 Punkten die Tabelle an. Der Tabellenzweite lag 2 Punkte zurück, war ebenfalls noch ungeschlagen und hieß -- SC Paderborn !
Dank der Sponsorings von Wilfried Finke, dem Inhaber einiger Möbelhäuser und gleichzeitigem Vereinspräsidenten, hatte der SCP enorm aufgerüstet und sich mit Spielern verstärkt, die schon Bundesligaerfahrung gesammelt hatten. Zu diesen gehörten auch Bernd Eigner und Alessandro da Silva, die in der Vorsaison in Liga 2 noch im "Löwen"-Trikot aufgelaufen waren. Für Finke zählte nur der Aufstieg. Trainer Pavel Dotchev sollte es richten.
14.000 Zuschauer wollten sich diese Samstagsbegegnung nicht entgehen lassen.
Sofern sie Eintracht-Fans waren, hatten sie früh Grund zum Jubeln. Schon in der 2. Minute gelang Daniel Graf, der vor der Saison gemeinsam mit Marco Grimm vom Karlsruher SC verpflichtet worden war, nach einem Doppelpass mit Jürgen Rische die Führung.
Schon wieder eine frühe Führung! Bereits in den Heimspielen zuvor gegen Dynamo Dresden (1.Spieltag; 3. Minute; Endstand 3:2) und gegen Hamburger SV Amateure (3. Spieltag; 5. Minute; Endstand 5:2) hatte der BTSV sehr früh den Führungstreffer erzielt.
Nach der Führung zogen sich die "Löwen" etwas zurück, ließen aber dennoch kaum gefährliche Spielzüge der Paderborner zu. So ging es mit dem 1:0 in die Pause. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Die Blau-Gelben spielten nun wieder druckvoller. Auch der SCP wurde gefährlicher. So kam es zu mehr Torraumszenen. Dennoch gelang beiden Teams bis zur 75. Minute kein Treffer. Dann waren es wieder die beiden Spieler, die schon am ersten Tor beteiligt waren, die das Spiel entschieden. Dieses Mal bereitete Graf vor und Rische vollstreckte zum 2:0 (76. Minute). Eintracht musste in der restlichen Spielzeit noch zwei gefährliche Situationen überstehen, in denen sie sich auf Torhüter Kunze verlassen konnten. Danach hieß es Feiern!
Der BTSV hatte mit dem Sieg die Tabellenführung souverän verteidigt. Mit 19 Punkten (von 21 möglichen) besaßen sie nun schon 3 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wuppertaler SV. Mit 5 Punkten Abstand auf die "Löwen" folgten punktgleich Borussia Dortmund Amateure, Chemnitzer FC und der SC Paderborn. Tabellensechster war Dynamo Dresden mit 12 Punkten.
Da Eintracht mit Ausnahme der nicht aufstiegsberechtigten Amateure des BvB bereits gegen alle Teams aus dem oberen Tabellendrittel erfolgreich gespielt hatte, war der Optimismus bei den Fans riesengroß. Diese Saison würde man den Aufstieg bestimmt früh klar machen. Bernd Eigner sah das genauso: "Mit dem Publikum im Rücken ist Eintracht bärenstark. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, hat die Mannschaft einen Aufstiegsplatz sicher."
Dachte man!
Zwei Spieltage später zog sich Mittelfeldspieler Graf, der bis zu diesem Zeitpunkt den vor der Saison abgewanderten starken Hutwelker (mit bereits 3 Toren) vergessen gemacht hatte, einen Kreuzbandriss zu. Die Mannschaft war geschockt und verlor dieses Heimspiel gegen die BvB-Amateure mit 0:1. Danach war nichts mehr wie vorher. Von Spieltag 8 bis Spieltag 14 holte der BTSV nur 2 Punkte. Nach einem kurzen Hoch von zwei Siegen folgten weitere vier Niederlagen am Stück. Die letzte kostete Trainer Reinders Anfang März 2004 seinen Arbeitsplatz. Eintrachts Aufstiegshoffnungen waren (mit Tabellenplatz 9 und 12 Punkten Rückstand auf Platz 2) dahin!
Der bald danach verpflichtete neue Trainer Michael Krüger brachte die Saison mit Tabellenplatz 6 noch ordentlich zu Ende. Den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierten die Mannschaften von Rot-Weiss Essen und Dynamo Dresden.