23. September
TSV 1860 München - Eintracht 1:0 (0:0)23.09.2005
7. Spieltag 2. Bundesliga - 2005/06
Zur besten "Wiesn"-Zeit am 23.9.2005 musste Eintracht bei 1860 München antreten. Es war der 7. Spieltag der Zweitligasaison 2005/2006.
Bei den Blau-Gelben stimmte derzeit alles. Eintracht war im Sommer aufgestiegen und hatte bereits bewiesen, dass man in der 2. Bundesliga mithalten kann. Von den ersten sechs Spielen wurden vier gewonnen (gegen LR Ahlen 3:1, bei Hansa Rostock 3:2, gegen SpVgg Greuther Fürth 3:0, gegen Kickers Offenbach 2:0), einmal Unentschieden gespielt (bei Dynamo Dresden 1:1) und nur eine Begegnung verloren (bei Energie Cottbus 1:2). Die "Löwen" belegten mit den erreichten 13 Punkten den 3. Tabellenplatz
Die "60er" dagegen standen mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 5.
Das letzte Punktspiel gegen die Bayrischen Löwen lag schon mehr als 25 Jahre zurück. Im März 1980 hatte es stattgefunden. 1860 hatte es (ebenfalls in München) mit 2:0 gewonnen.
Genau die richtige Ausgangssituation, um die Eintracht wieder einmal zu einem Auswärtsspiel zu begleiten und dabei die neue Allianz-Arena zu begutachten, dachten sich viele "Löwen"-Fans. Für das eine oder andere Kaltgetränk auf dem Münchner Oktoberfest vor oder nach dem Spiel würde sicherlich auch noch Zeit sein. Das einzige Problem bestand darin, dass das Spiel an einem Freitag stattfand. So musste wieder einmal Urlaub genommen werden.
Um die 8.000 – in Worten: achttausend – Eintracht-Verrückte traten am Spieltag die 600 km lange Reise nach München per Sonderzug, regulären Zügen, PKW, Bus oder Flugzeug an. Da die Übernachtungsmöglichkeiten in München wegen der "Wiesn" begrenzt waren, mieteten einige Fans sogar Wohnmobile an, um das ganze Wochenende relativ preisgünstig in München verbringen zu können.
Das Arena-Magazin von 1860 München "Löwen" zu diesem Spiel hatte schon Recht, als es Eintracht einen "schlafenden Riesen" nannte, der aufgeweckt wurde.
Bereits ab Mittag sah man an diesem sonnigen, warmen Tag auf dem Oktoberfest jede Menge Blau-Gelber, die es sich gut gehen ließen. Die Fahrt zum Stadion erfolgte dann zum Teil mit den "60er"-Fans zusammen, ohne dass es zu ernsthaften Auseinandersetzungen kam. Zum Anpfiff hatten sich 41.000 Zuschauer in der Allianz-Arena eingefunden.
Eintracht ging mutig ins Spiel und versuchte, offensiv Akzente zu setzen. Belohnt wurde diese Spielweise an diesem Tag allerdings nicht. Zwar schossen die Blau-Gelben zwei Tore (durch Kuru), beide wurden jedoch wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. 1860 machte es da besser. 13 Minuten vor Schluss trafen die Münchner durch einen unhaltbar abgefälschten Schuss zum 1:0. Es war gleichzeitig der Siegtreffer. Eintracht hatte unglücklich verloren.
Benjamin Siegert, der an diesem Tag wegen Verletzung nicht mitwirken konnte, sagte nach dem Spiel: "Unsere Fans haben das Spiel gewonnen, wir leider nicht." In der Tat war die lautstarke Unterstützung der Mannschaft durch die Eintracht-Fans wieder einmal vorbildlich. Wie schon so oft !


TSV 1860 München – Eintracht 1:1 (0:1)23.09.2012
6. Spieltag 2. Bundesliga – 2012/13
Was ging denn hier ab? Eintracht-Fans trauten ihren Sinnesorganen nicht mehr, ihrem Gehirn schon ´mal gar nicht! Ihr Verein, der BTSV Eintracht von 1895, war in seine zweite Zweitligasaison seit dem Aufstieg im Sommer 2011 mit fünf Siegen gestartet. 1.FC Köln (H) 1:0, Union Berlin (A) 1:0, SC Paderborn (H) 2:1, VfR Aalen (A) 3:0, Jahn Regensburg (H) 1:0 – peng, peng, peng, peng, peng! Der Vorsprung auf den Zweiten der Tabelle (Energie Cottbus) betrug schon 4 Punkte. Der große 1.FC Köln lag gar 14 Punkte zurück. Zusätzlich hatten die “Löwen” ´mal ganz locker (durch ein 3:0 beim VfB Lübeck) auch die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Wahn-Sinn!
So gut waren erst vier Teams in eine Spielzeit der eingleisigen 2. Bundesliga gestartet. Wattenscheid 09 (1989/90), der SC Freiburg (1990/91) und Eintracht Frankfurt (1997/98) hatten ebenso die ersten fünf Spiele gewonnen, bevor es zu einem Punktverlust kam. Nur 95+1 hatte 1986/87 eine längere Serie vorzuweisen: 8 Siege in Folge.
Kein Wunder also, dass bei den Spielen der „Löwen“ mittlerweile der Gesang
„102 Punkte, wir holen 102 Punkte, 102 Puuuunkte, wir holen 102 Punkte“
ganz oben auf der Hitliste stand. Schon verwunderlich dagegen, dass sich der Trainer des VfL Wolfsburg Felix Magath zu der Aussage veranlasst sah: „Eintracht Braunschweig ist bald erstklassig.“
Während andere bereits ihre Trainer entließen (Reck/MSV Duisburg), musste in Braunschweig der Verein den Dauerkartenverkauf angesichts der geringeren Kapazität des Stadions (wegen des Tribünenumbaus) bei 12.300 stoppen. Man schwebte auf einer blaugelben Wolke, träumte einen blaugelben Traum – und wollte partout nicht aufwachen.
Mit dem Auswärtsspiel bei 1860 München am 6. Spieltag drohte jedoch ein jähes Erwachen. Fünf Teams waren in der 2. Bundesliga in dieser Saison 2012/13 noch ungeschlagen. Neben Eintracht Energie Cottbus (2.), FSV Frankfurt (3.), der 1.FC Kaiserslautern (4.) -- und eben 1860 München (6.). Der TSV hatte seine beiden Heimspiele ohne Gegentor gewonnen (1:0 gg. Jahn Regensburg; 3:0 gegen MSV Duisburg) und auswärts drei Teilerfolge erzielt (2:2 in Dresden, 0:0 in Kaiserslautern und Bochum). Beeindruckend! Hinzu kam, dass Eintracht letztmalig vor 44 Jahren (7.12.1968; 1:0-Sieg) bei den Münchner Löwen gepunktet hatte. Die drei Vergleiche in diesem Jahrtausend endeten aus Sicht des BTSV mit 0:1 (Saison 2005/06), 0:2 (2006/07) und 0:3 (2011/12) auch wenig erbaulich. Schließlich galten die Münchner neben den drei Bundesligaabsteigern noch als meistgenannter Aufstiegsfavorit. Eine große Aufgabe für den BTSV also!
Andererseits fand das Spiel – wie bereits die Auseinandersetzung in der Saison 2005/06 – wiederum zur Wies´n-Zeit statt. Das wollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, selbst wenn sportlich eine Enttäuschung möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich war. So machten sich denn 3.000 Eintracht-Fans auf den Weg und nahmen am 23.9.2012 pünktlich zum Anpfiff um 13.30 Uhr ihre Plätze in der Allianz-Arena ein.
Insgesamt fanden 31.600 Fussball-Interessierte den Weg zu diesem Sonntagsspiel. Sie bekamen eine gute, temporeiche Begegnung zu sehen. Obwohl der TSV 1860 acht Spieler mit (teilweise erheblicher) Bundesligaerfahrung aufbot, waren die Blau-Gelben in der 1. Hälfte das bessere Team. Ihr Umschaltspiel funktionierte ausgezeichnet. Die Belohnung stellte sich recht schnell ein. Nach einem Freistoß von Kratz in der 19. Minute köpfte Kumbela zum 0:1 ein – sein erstes Saisontor. Jubel im Gästeblock! Nur wenige Minuten später hatten die Blau-Gelben zwei Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Sie blieben ungenutzt. Da von den Münchnern bis zum Wechsel recht wenig zu sehen war, ging es mit dem 0:1 in die Pause.
1860 München kam zielstrebiger aus der Kabine, ohne dass sich zunächst gute Chancen einstellten. Eintracht dagegen konterte weiterhin gut und konnte sich im Übrigen auf seine sichere Abwehr verlassen. Bis zur 59 Minute! Nach einer Ecke traf Aygün für München zum Ausgleich. 1:1 – nun jubelten die 60er. Danach stand das Spiel auf der Kippe. Beide Mannschaften gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden, sondern wollten den Sieg. Eine Viertelstunde vor Schluss sah es so aus, als ob der BTSV das bessere Ende für sich hätte. Dogan traf per Kopf zum vermeintlichen 1:2. Schiedsrichter Christ aus Münchweiler gab den Treffer jedoch wegen Abseits nicht. Eine falsche Entscheidung, wie die Fernsehbilder später zeigen sollten. Ärgerlich aus Braunschweiger Sicht! Mit dem Spielstand von 1:1 wurde die Partie fortgesetzt. Sie endete auch so, weil keiner der Mannschaften noch ein Treffer gelang.
1:1. Einen Punkt in München beim Aufstiegskandidaten geholt, zudem noch verdient. Einen der Verfolger auf Distanz gehalten. Das konnte sich doch sehen lassen, auch wenn es der erste Punktverlust für die „Löwen“ war.
Da sich am Tage zuvor bereits der 1.FC Kaiserslautern und Hertha BSC ebenfalls 1:1-Unentschieden getrennt hatten, hielten die Blau-Gelben den Vorsprung auf den 4. und 5. der Tabelle von 4 bzw. 5 Punkten. Nur Energie Cottbus und der FSV Frankfurt konnten nach ihren Siegen bis auf 2 Punkte zu Eintracht aufschließen.
Egal, weiterhin ungeschlagener Spitzenreiter! Es stimmte schon, was die Braunschweiger Zeitung am nächsten Tag titelte: „Eintrachts Tabellenführung ist kein Zufallsprodukt“ Das eingespielte Team spielte einfach guten Fussball.
Blieb nur die Frage offen: Konnten die Blau-Gelben eine entsprechende Leistung über eine längere Zeit bzw.ganze Saison zeigen???
Wie wir inzwischen wissen: Sie konnten! Mit großem Vorsprung auf den Tabellendritten 1.FC Kaiserslautern (58 Punkte) stieg Eintracht (67 Punkte) als Zweiter zusammen mit dem Meister Hertha BSC Berlin (76 Punkte) in die Bundesliga auf.
Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass der TSV 1860 München den Blau-Gelben im Rückspiel die einzige Heimniederlage der Saison beibrachte (1:2).
[Stand: Juli 2014]

MSV Duisburg – Eintracht 0:5 (0:1)23.09.2015
8. Spieltag 2.Bundesliga – 2015/2016
Am 8. Spieltag der Zweitligasaison 2015/16 musste Eintracht beim Aufsteiger MSV Duisburg antreten.
Nachdem es kurzzeitig so ausgesehen hatte, als ob der große Personalumbruch bei den „Löwen“ (mehr als 10 Ab- sowie Zugänge) zu erheblichen Problemen im Ligaalltag führen würde, hatte sich die neu zusammengefügte Mannschaft inzwischen gefunden. Nur einem einzigen Punkt aus den ersten drei Partien ließen die Blau-Gelben in den folgenden vier Begegnungen 10 weitere folgen. Zudem blieben sie in diesen Spielen bei Arminia Bielefeld (2:0), gegen den KSC (6:0), beim FSV Frankfurt (3:0) und gegen den FC St.Pauli (0:0) ohne Gegentor. Tabellenplatz 6 war der Lohn. Der Rückstand auf den Dritten, den FC St.Pauli, betrug nur noch 3 Punkte.
In Duisburg dagegen waren die Sorgen groß. Erst 2 Punkte hatten die „Zebras“ einfahren können, waren also noch sieglos. Den beiden 2:2-Unentschieden zu Hause gegen Arm. Bielefeld und die SpVgg Greuther Fürth standen Niederlagen gegen den 1.FC Kaiserslautern sowie beim VfL Bochum, dem KSC und dem FC St.Pauli gegenüber. Zuletzt hatten die Kicker des MSV zudem noch daheim gegen den FSV Frankfurt 0:1 verloren. Tabellenplatz 18 war die Folge. Trainer Lettieri stand schon gehörig unter Druck. Da der Verein die Notwendigkeit einer Kadererweiterung erkannt, die Wechselfrist seit Anfang September jedoch abgelaufen war, sahen sich die Verantwortlichen bei den vereinslosen Spielern um. Sie fanden und verpflichteten den 48fachen nigerianischen Nationalspieler Victor Obinna, der zuvor bei so bekannten Vereinen wie Inter Mailand, West Ham United und Lokomotive Moskau gespielt hatte . Während seine Spielberechtigung durch den russischen Verband noch rechtzeitig vor dem Spiel gegen Eintracht eintraf, kam der zweite angestrebte Neuzugang der „Zebras“, Chanturia, für einen Einsatz noch nicht in Frage.
Da die Partie im Rahmen einer sog. „englischen Woche“ an einem Mittwoch stattfand, reiste die Mannschaft bereits am Dienstag in den „Ruhrpott“. Die Spieler unter ihnen, die schon länger für den BTSV kickten, freuten sich auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Einträchtlern Kingsley Onuegbu (bis 2010 in Braunschweig) und Steffen Bohl (bis 2013), die nun für den Verein antraten, dem auch der Siegtorschütze im Finale der WM 1954 Helmut Rahn angehörte. Ca. 600 „Löwen“-Fans reisten dem Team am Spieltag, dem 23.9.2015 hinterher, um es lautstark in der „Schau-ins-Land Arena“ zu unterstützen. Eine ordentliche Anzahl für ein Mittwochsspiel! Insgesamt fanden sich 12.509 Zuschauer im Stadionrund ein.
Trainer Lieberknecht hatte die Startelf an zwei Positionen geändert. Auf den offensiven Außenbahnen kamen statt Khelifi und Holtmann nun Ofosu-Ayeh und Zuck zum Einsatz. Beim MSV standen Bohl und Onuegbu und tatsächlich auch der neuverpflichtete Obinna bei Beginn der Begegnung auf dem Platz.
Zu Beginn des Spiels setzten die Blau-Gelben die offensiven Akzente. Bereits in der 7.Minute krachte ein Freistoß von Zuck aus 30m an die Latte des Duisburger Tores. In Minute 13 war es dann so weit. Ofosu-Ayeh hatte sich über die rechte Seite durchgesetzt und legte den Ball zurück in die Mitte. Schließlich kam Boland am 16er an den Ball und zog ab. Noch leicht abgefälscht von einem Duisburger Spieler schlug das Leder im MSV-Gehäuse ein. Tor! 0:1! Jubel bei den mitgereisten blau-gelb Infizierten. Die Serie schien weiterzugehen...
Allerdings verstärkten die Gastgeber nun ihre Bemühungen und übernahmen, angetrieben vom wirklich starken Obinna, mehr und mehr die Spielkontrolle. Eintracht wartete nur noch ab und kam offensiv zu keinen nennenswerten Aktionen. Im „Löwen“-Strafraum spielte sich jedoch mehr ab, als der Mannschaft, dem Trainer und den Fans lieb sein konnte:
16.: Freistoß des MSV aus 21m in die Mauer, Nachschuss Dausch aus 16m, Gikiewicz hält.
21.: Schuss Onuegbu aus 6m nach schneller Drehung, Gikiewicz hält glänzend.
28.: Schuss von Wolze aus über 20m berührt noch oben die Latte.
32.: Obinna setzt sich im Strafraum trickreich durch, verzieht aber knapp (noch abgefälscht).
34.: gefährlicher Schuss von Obinna wird von eigenem Stürmerkollegen aufgehalten.
Der MSV Duisburg hätte den Ausgleich redlich verdient gehabt, der Fussballgott war aber dagegen. Stattdessen ereignete sich in der 40.Spielminute eine Szene, die letztendlich spielentscheidenden Charakter hatte. Der aktive Duisburger Rechtsverteidiger Feltscher, der in der 19.Minute nach einem Trikotziehen gegen Zuck bereits „Gelb“ gesehen hatte, foulte erneut. Dieses Mal war Reichel das Opfer. Schiedsrichter Petersen (Stuttgart) zögerte nicht und zeigte erneut „Gelb“ und dann „Rot“. Damit war der MSV nur noch zu Zehnt. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel. Halbzeit!
Die Gastgeber brachten für die zweiten 45 Minuten Grote für Klotz. Auch Lieberknecht wechselte aus. Für Ofosu-Ayeh kam Schönfeld. Eintrachts Trainer musste zudem die passenden Worte in der Pause gefunden haben, denn seine Mannschaft spielte nun deutlich offensiver. Und wurde wieder schnell belohnt. In der 52.Spielminute bediente Zuck auf außen Reichel, der den Ball flach in den Strafraum flankte. Berggreen war zur Stelle und schob aus 3m ein. 0:2!
Der BTSV versuchte sofort nachzulegen. Außer einigen erfolgversprechenden Angriffen, einem zu hoch angesetzten Schuss von Schönfeld und den Ecken 5 und 6 sprang zunächst aber nichts dabei heraus. Nach etwa 60 Minuten fing Eintracht dann an, wieder abwartender, kräfteschonend zu spielen. So sah es zumindest vorübergehend aus. Dann aber setzte sich Berggreen mit schönen Dribbling durch, zog ab, traf jedoch nur den Pfosten (67.). Nur eine Sekundenzeigerumdrehung später war er erfolgreicher: Boland flankte von links, Zuck verlängerte und Eintrachts Emil köpfte ins Tor (68.). 0:3! Sein 4. Saisontreffer!
Und weiter ging’s! Nach der 7.Ecke für die Blau-Gelben spielte Boland Reichel am Strafraumeck an und der schoss, nein hämmerte das Leder hoch ins Tor (74). 0:4!
Das war es aber immer noch nicht! Nachdem die „Löwen“ eine weitere Großchance vergeben hatten (77.), strebte der kurz zuvor (für Zuck) eingewechselte Khelifi allein auf MSV-Keeper Ratajczak zu. Den ersten Schuss konnte der Torwart noch halten, beim Nachschuss war er machtlos.
0:5 in der 79.Minute! Freude pur im Gästeblock! Selbst der „Capo“ der Ultra-Gruppierung „Cattiva Brunsviga“ Benni, der die Fans meist ernsthaft und eindringlich die Fans zum Anfeuern aufforderte, konnte nun nur noch grinsen. Wann hatten die „Löwen“ in der 2.Bundesliga auswärts je so hoch gewonnen?!
Damit stand das Endergebnis fest. Eintracht kam noch zu den Ecken 8 und 9, Khelifi scheiterte noch gänzlich frei am Torwart – das war es dann. Es reichte aber auch! Schluss! 5:0 gewonnen. Wahn-Sinn!
Die „Löwen“ hatten damit in den letzten fünf Partien 13 von 15 möglichen Punkten geholt und kamen dabei auf ein Torverhältnis von 16:0. Was noch wichtiger war: Durch den Sieg verbesserte sich der BTSV auf Tabellenplatz 4. „Oben“ sah die Tabelle am Donnerstag nun so aus.
1.)VfL Bochum 18P.; 2.)FC St.Pauli 17; 3.)SCF 16; 4.)Eintracht 14; 5.)Sp.Gr.Fürth 14.
Danach folgten zwei Vereine mit je 13 Punkten (1.FCN, FSV Frankfurt) und zwei mit je 12 (RB Leipzig, 1.FC Heidenheim).
Es ging eng zu nach diesem 8.Spieltag. Daran änderte auch das „Live“-Spiel im Sportsender „Sport 1“ am Donnerstag RB Leipzig gegen SC Freiburg etwas. Endergebnis: 1:1. Eintracht blieb 4. und der Abstand zu Platz 2 und 3 betrug nur 3 Punkte. Träumen war erlaubt für die Eintracht-Fans!
Allerdings ging es für die „Löwen“ nicht so erfolgreich weiter. Gleich das nächste Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren sie mit 0:1. In den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause (SpT 9-19=11Sp) holten sie zwar noch 15 Punkte und blieben zumindest in Reichweite des 3.Platzes. Eine Serie siegloser Partien vom 22. bis 27.Spieltag mit nur 3 Punkten beendete dann aber die letzten Aufstiegshoffnungen. Eintracht beendete die Saison als Tabellenachter.
Dem MSV Duisburg gelang es zuletzt noch, auf den Relegationsplatz (16.) zu springen. Dort mussten sie sich dem Dritten der 3.Liga den Würzburger Kickers (0:2 auswärts / 1:2 zu Hause) geschlagen geben und stiegen direkt wieder ab.
[Stand: September 2016]