21. Juli
Stürmer Harald Nickel21.07.1953
Ein Löwengeburtstag
Harald Nickel wurde am 21.7.1953 in Espelkamp geboren. Bis 1971 spielte er bei Arminia Bielefeld. Er stand dort auch in der Elf, die am 28.6.1971 das Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht mit 1:7 verlor. Der höchste Bundesliga-Sieg für Eintracht überhaupt ? zumindest bis heute!
Nickel wechselte nach der Saison 1970/71 nach Belgien, wo er zunächst in der 2. Division und später für Standard Lüttich in der 1. Division spielte. Bei Standard wurde er in der Saison 1977/78 Torschützenkönig in Belgien.
Seine Treffsicherheit blieb Eintracht nicht verborgen, und so verpflichteten die Blau-Gelben Nickel als die neue Sturmhoffnung für die stolze Ablösesumme von 1,1 Millionen Mark. Das Geld stammte aus dem Betrag, den Bayern München für Paul Breitner gezahlt hatte.
Harald Nickel blieb nur die Saison 1978/79 bei Eintracht und erzielte in seinen 27 Einsätzen 16 Tore. Zwischenzeitlich führte er auch die Torjägerliste der Bundesliga an, da er nach 10 Spielen bereits 9x getroffen hatte.
Ruhm erlangte Nickel aber nicht durch die Anzahl seiner erzielten Tore, sondern durch die Art, wie er die Elfmeter schoss. Er stellte sich direkt hinter den Ball und schoss den Elfmeter unvermittelt ohne Anlauf aus dem Stand, um dem Torhüter keine Gelegenheit zur Reaktion zu geben. Das erste Mal praktizierte Nickel diese sog. "Nickel-Variante" am 7.10.1978 beim Auswärtsspiel der Eintracht bei Borussia Mönchengladbach, das die Blau-Gelben mit 3:2 gewannen. Der "Kicker" titelte später "Nickels Trick beim Elfmeter-Kick". Für Eintracht war Nickel auf diese Weise 4x vom Elfmeterpunkt erfolgreich.
Im Sommer 1979 wechselte Nickel zu Borussia Mönchengladbach, das schon lange seine "große Liebe" war, wie er selbst sagte. Die Elfmeter schoss er auch dort weiterhin aus dem Stand.