19. September
Eintracht - TuS Celle FC 7:1 (4:0)19.09.1997
9. Spieltag Regionalliga Nord - 1997/98
Am 19.9.1997 empfing Eintracht die Mannschaft vom TuS Celle zum Punktspiel der Regionalliga Nord. Es war der 9. Spieltag der Saison 1997/98.
Seit Anfang der Saison hatte Eintracht einen neuen Trainer. Lorkowski hatte die Nachfolge von Trainer Möhlmann angetreten, der seinen Vertrag nicht verlängern wollte. Auch im Mannschaftskader gab es Veränderungen. Mit Jurgeleit und Bennert waren u. a. zwei "gestandene" Spieler verpflichtet worden, die sich als echte Verstärkungen erweisen sollten.
Eintracht war furios in die Saison gestartet. Von den gespielten acht Begegnungen waren sieben gewonnen worden (Heim: VfL Herzlake 2:0, 1.FC Norderstedt 3:1, Arminia Hannover 2:1 – auswärts: Sportfreunde Ricklingen 3:0, HSV Amat. 2:1, SV Wilhelmshaven 2:0, Atlas Delmenhorst 3:1). Nur gegen den VfL Osnabrück hatten sich die Blau-Gelben mit einem 1:1 zufrieden geben müssen. Eintracht führte daher auch die Tabelle an.
Allerdings lag Hannover 96 bei einem Spiel weniger und dem besseren Torverhältnis nur 3 Punkte zurück. Wieder ´mal Hannover, das Eintracht schon in der Vorsaison die Meisterschaft und damit die Chance, an den Aufstiegsspielen teilzunehmen, weggeschnappt hatte! Die "Roten" hatten sich im Sommer gegen Energie Cottbus, den Meister der Regionalliga Nordost, jedoch nicht durchsetzen können, den Aufstieg in die 2. Bundesliga damit verpasst und mussten nun einen neuen Versuch unternehmen.
Trotz der beiden Absteiger aus der 2. Bundesliga, dem VfB Lübeck und dem VfB Oldenburg, deutete also Einiges darauf hin, dass sich erneut ein Zweikampf zwischen Braunschweig und Hannover entwickeln würde. Eintracht war gewillt, es dieses Mal besser zu machen.
Knapp 9.000 Zuschauer konnten sich an diesem Freitagabend davon überzeugen, dass es die "Löwen" ernst meinten.
Es wurde ein einseitiges Spiel. Die Braunschweiger Zeitung titelte anschließend "Eintracht erteilte Lektion", während die Neue Braunschweiger dem Spielbericht die Überschrift "Celle in Grund und Boden gespielt" gab. Besser konnte man den Spielverlauf nicht zusammenfassen. Am Ende hatte Eintracht sieben blitzsaubere Tore erzielt. Abayomi Arobieke, der erst zu Beginn der Saison zu Eintrachts "Zweiter" gekommen und wegen guter Leistungen gleich in die erste Mannschaft berufen worden war, hatte allein dreimal getroffen. Die restlichen Tore teilten sich Kolakovic, Jurgeleit, Bennert und Dehne. Der Gegentreffer (zum 4:1) hatte nur statistische Bedeutung.
Die Fans feierten den 7:1-Sieg noch eine Viertelstunde nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit Mannschaft und Trainer. Mit diesem Ergebnis hatten die Blau-Gelben ein deutliches Ausrufezeichen nach Hannover gesandt.
Eintrachts Erfolgserie ging auch danach noch weiter. Es folgten Siege bei Göttingen 05 (1:0) und gegen Kickers Emden (3:1), bevor man am 12. Spieltag beim VfB Lübeck antreten musste ...